Portiunkula-Tag auf dem Abtsberg
Am 2. August, der im Haus La Verna als „Portiunkula-Tag“ gefeiert wird, fanden sich auch dieses Jahr wieder zahlreiche Besucher ein, die am Leben des Heiligen Franz von Assisi interessiert sind. Es ist immer wieder schön, dass sich zu bekannten Gesichtern auch neue, unbekannte gesellen, um miteinander ein paar schöne Stunden im Sinne des Heiligen Franziskus zu erleben.
Die erste Begegnung fand im Speisesaal statt, der – ansprechend dekoriert und eingedeckt – zu Kaffee und Kuchen einlud. Schnell kamen Gespräche untereinander auf und frohe Stimmen erfüllten den Raum mit Leben. Schwester Stefanie Oehler als „Hausherrin“ begrüßte alle und lud ein, etwas später gemeinsam einen Film über die „echte“ Portiunkula-Kapelle in Assisi anzusehen.
Im Film wurde erklärt, dass Portiunkula „kleines Stück“ heißt, und es war sehr interessant und auch bewegend, dass dieses kleine Stückchen Land dort im fernen Italien der Ursprung der Franziskanischen Spiritualität ist.
Um 16 Uhr begann in der Assisi-Kapelle die erste Anbetungsstunde, deren gemeinsamer Teil von Johanna Schwidergall geleitet wurde. Die zweite Hälfte konnte in Stille in der Kapelle vor dem Allerheiligsten zugebracht werden oder bei der Beichte mit Pater Christoph. Um 17 Uhr wurde die Anbetung wiederholt und endete mit dem Eucharistischen Segen.
Danach machten die Gläubigen sich bereit, zur Portiunkula-Kapelle zu pilgern, dabei den Rosenkranz betend, der sich auf die aktuellen Gegebenheiten unserer Zeit bezog. Schon bald begrüßte die Glocke der kleinen Bergkapelle die Beterinnen und Beter.
Eine wunderschöne, das Herz und alle Sinne berührende Messe hoch überm Kinzigtal, gestaltet von verschiedenen Musikinstrumenten, war der Höhepunkt des Tages. In seiner Predigt machte Pater Christoph deutlich, wie sehr Gott uns, seine Kinder, liebt.
Fleißige Helfer hatten an der Kapelle einen kleinen Imbiss und Getränke vorbereitet, welche anschließend in der beginnenden Abenddämmerung mit Blick auf das schöne Kinzigtal genossen werden konnten.
In Gruppen oder alleine gingen die Teilnehmenden durch den nun schattigen, dämmerigen Wald abwärts bis zum Haus La Verna, von wo aus alle ihren Heimweg antraten.
(Johanna Schwidergall)



